PDF-Umbenennung für Steuerberater und Steuerkanzleien

In der Steuerkanzlei kommen Belege aus allen Kanälen gleichzeitig: Mandanten fotografieren Rechnungen und schicken sie per Mail, das Finanzamt sendet Bescheide, Banken liefern Kontoauszüge als PDF, dazu kommt der tägliche Scanstapel. Die Dateien heißen Beleg_0047.pdf oder scan0001.pdf. Bis zum 10. des Folgemonats muss daraus eine sortierte Buchführung werden. Filery Rename liest die PDFs aus und benennt sie nach Mandant, Belegart und Zeitraum.

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Vorher & Nachher

Beleg_0047.pdf 2024-Q1_Mandant-Schmidt_EStE_Beleg.pdf

Belegkreise statt Sammelordner

Buchhaltung denkt nicht in Dateien, sondern in Belegkreisen: Rechnungseingang, Rechnungsausgang, Kasse, Bank. Wenn der Dateiname diesen Kreis bereits enthält, muss niemand mehr jedes PDF öffnen, um es zuzuordnen. Ein Muster wie Zeitraum_Mandant_Belegkreis_Belegnummer bringt den Ordner sofort in die Reihenfolge, in der auch gebucht wird. Für die Übergabe an DATEV Unternehmen online oder eine andere Belegplattform ist das ein spürbarer Unterschied: Die Vorsortierung ist bereits erledigt, bevor der erste Beleg hochgeladen wird.

Der Takt ist der 10. des Folgemonats

Umsatzsteuer-Voranmeldungen sind bis zum 10. des Folgemonats abzugeben, mit Dauerfristverlängerung entsprechend später. Dieser Takt bestimmt den Arbeitsdruck in der Kanzlei, und in den Tagen davor kommen die Belege gebündelt herein. Wer den Zeitraum im Dateinamen numerisch führt, also 2024-03 statt März 2024, bekommt eine Sortierung, die im Dateimanager stimmt und über Jahreswechsel hinweg nicht bricht. Quartalsbezeichnungen wie 2024-Q1 funktionieren nach demselben Prinzip für Mandate mit vierteljährlicher Voranmeldung.

Bescheide gehören nicht in die Belegablage

Steuerbescheide, Einspruchsentscheidungen und Prüfungsanordnungen folgen einer anderen Logik als Belege. Hier zählt nicht der Buchungsmonat, sondern die Steuerart und der Veranlagungszeitraum: Ein Einkommensteuerbescheid für 2023, der im November 2025 kommt, gehört zu 2023. Ein Namensmuster mit Steuerart und Veranlagungsjahr, ergänzt um das Bescheiddatum, hält beides auseinander. Wichtig bleibt die Einspruchsfrist von einem Monat nach Bekanntgabe, die Sie in der Fristenkontrolle führen und nicht im Dateinamen.

GoBD: Der Dateiname ist kein Archiv

Die GoBD verlangen Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit und Unveränderbarkeit der aufzeichnungspflichtigen Unterlagen. Ein sprechender Dateiname erfüllt das nicht, er erleichtert aber die Zuordnung und die Suche in der Vorstufe. Die Aufbewahrungsfristen nach § 147 AO gelten unabhängig davon: Bücher und Jahresabschlüsse sind zehn Jahre aufzubewahren, empfangene Handels- und Geschäftsbriefe sechs Jahre. Das revisionssichere Archiv bleibt Aufgabe Ihres Dokumentenmanagements. Filery setzt davor an, damit dort nichts Unbeschriftetes ankommt.

Mandantendaten und der Weg der Analyse

Der Ablauf ist technisch unspektakulär: Das PDF wird auf dem Kanzleirechner geöffnet und ausgelesen, der Textinhalt geht verschlüsselt an die KI-Analyse, und zurück kommen nur die erkannten Angaben zu Absender, Datum und Dokumentart. Umbenannt wird danach wieder auf dem Gerät, eine dauerhafte Speicherung der Belege findet nicht statt. Steuerberater unterliegen der Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB, entsprechend gehört die Einbindung eines Dienstleisters vertraglich geregelt. Für Kanzleien, die den Analyseweg selbst bestimmen wollen, gibt es den Custom-Plan mit eigenen API-Keys für 5 Euro im Monat.

Einmal einrichten, jeden Monat nutzen

Das Namensmuster definieren Sie einmal und wenden es danach auf ganze Ordner an. Nach dem Scanstapel am Morgen läuft der Ordner durch, Sie prüfen die Vorschläge und bestätigen sie. Kassenbons, Tankquittungen und Handyfotos von Rechnungen haben oft keine Textebene, dafür schalten Sie die OCR zu. Die Umbenennungs-Historie in der App zeigt, wie eine Datei vorher hieß, wenn ein Mandant nachfragt oder ein Beleg doch in einen anderen Monat gehört.

Häufige Fragen

Ja, wenn sie im Dokument steht oder als fester Bestandteil im Muster hinterlegt ist. Viele Kanzleien arbeiten pro Mandat mit einem eigenen Eingangsordner und setzen die Mandantennummer dort als festen Teil des Musters, während Datum und Belegart aus dem PDF kommen.

Thermopapier-Bons sind der schwierigste Fall, weil der Kontrast oft fehlt. Die optionale OCR hilft, stößt aber an Grenzen. Filery zeigt jeden Vorschlag vor der Umbenennung an, sodass Sie unsichere Fälle erkennen und den Namen von Hand korrigieren können.

Nein. Filery benennt PDF-Dateien um, mehr nicht. Der Upload in DATEV Unternehmen online, Lexware Office oder eine andere Plattform erfolgt danach wie gewohnt. Der Unterschied ist, dass die Dateien dort bereits mit sprechenden Namen ankommen.

Der Starter-Plan umfasst 50 Dokumente pro Monat ohne Anmeldung, was für einen ersten Test genügt. Für laufende Belegverarbeitung ist der Business-Plan mit 500 Dokumenten für 30 Euro monatlich realistischer, alternativ der Custom-Plan mit eigenen Schlüsseln.

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