PDF-Dateien als Freelancer automatisch umbenennen

Als Selbstständiger sammeln Sie Belege, die niemand sonst sortiert. Die Abrechnung des Cloud-Anbieters heißt invoice_8837.pdf, die Rechnung des Coworking-Space Rechnung.pdf, der Hardwarekauf steht als Bestellbestätigung im Mailpostfach. Im März des Folgejahres soll daraus eine Einnahmenüberschussrechnung werden. Filery Rename liest die PDFs aus und benennt sie nach Zeitraum, Aussteller und Belegart.

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Vorher & Nachher

Invoice_March.pdf 2024-03_Kunde-Startup-AG_Rechnung_RE-2024-015.pdf

Belege, die aus lauter Portalen kommen

Der typische Freelancer-Beleg wird nicht zugeschickt, sondern heruntergeladen: aus dem Kundenkonto des Software-Anbieters, aus dem Portal des Hosters, aus dem Bestellverlauf eines Versandhändlers. Jedes Portal vergibt eigene Dateinamen, meist eine interne Rechnungsnummer ohne Bezug zum Anbieter. Nach zwölf Monaten liegen dreihundert solcher Dateien in einem Ordner, und keine davon lässt sich ohne Öffnen zuordnen. Eine Umbenennung direkt nach dem Download kostet Sekunden, die Rekonstruktion im Nachhinein kostet ein Wochenende.

Das Namensmuster für die Einnahmenüberschussrechnung

Für Betriebsausgaben ist die sinnvollste Reihenfolge Jahr und Monat, danach der Aussteller, danach die Belegart. So entsteht im Ordner automatisch eine monatsweise Sortierung, die zur Umsatzsteuer-Voranmeldung passt und beim Jahresabschluss durchgehend bleibt. Wer zusätzlich die Ausgabenkategorie aufnimmt, etwa Software, Reise oder Fachliteratur, kann die Summen pro Kategorie später über die Dateiliste grob nachvollziehen, ohne die Buchhaltung zu öffnen. Mehr als vier Bestandteile sollte der Name aber nicht haben. Für eingehende Rechnungen ohne erkennbaren Aussteller, etwa aus App-Stores, ergänzen Sie den Namen beim Durchlauf von Hand, bevor der Beleg abgelegt wird.

Ausgangsrechnungen folgen einer anderen Regel

Für Rechnungen an Kunden gilt die fortlaufende Rechnungsnummer als Pflichtangabe. Sie ist damit die eindeutige Kennung und gehört in den Dateinamen, ergänzt um Kunde und Monat. Wer projektbezogen arbeitet, nimmt zusätzlich ein Projektkürzel auf, weil Kunden mit mehreren parallelen Aufträgen sonst nicht auseinanderzuhalten sind. Eine lückenlose Nummernreihe in der Dateiliste ist zugleich eine einfache Kontrolle: Fehlt eine Nummer, war entweder die Rechnung storniert oder sie wurde nie abgelegt.

Die Übergabe an den Steuerberater

Wer seine Belege selbst vorsortiert, bekommt weniger Rückfragen. Ein Ordner pro Quartal mit Dateien, deren Namen Datum, Aussteller und Belegart nennen, lässt sich ohne Begleitschreiben übergeben. Die Aufbewahrungspflichten für Buchungsbelege laufen über viele Jahre, und in dieser Zeit wird niemand die Erinnerung an einen Beleg aus 2021 auffrischen können. Der Dateiname ist die einzige Dokumentation, die auch dann noch funktioniert, wenn sonst nichts mehr erinnerlich ist.

Ein-Personen-Betrieb heißt: keine Vertretung

Wenn Sie ausfallen, kann niemand in Ihrer Ablage arbeiten, der Ihre Abkürzungen nicht kennt. Das betrifft nicht nur den Krankheitsfall, sondern auch eine Betriebsprüfung, eine Übergabe an eine Buchhaltungskraft oder den Fall, dass ein Kunde Jahre später einen Nachweis anfordert. Dateinamen, die ohne Kontext lesbar sind, sind deshalb bei Einzelunternehmern wichtiger als in einer Abteilung, in der man sich gegenseitig fragen kann. Dasselbe gilt, wenn Sie später in eine Gesellschaft wechseln und der Altbestand mit übernommen werden muss.

Ablauf und Kosten

Sie sammeln die Downloads eines Monats in einem Ordner, lassen Filery einmal darüberlaufen und bestätigen die Vorschläge. Ausgelesen wird der Beleg dabei auf Ihrem eigenen Rechner, der Textinhalt geht verschlüsselt an die KI-Analyse, und sobald die erkannten Angaben zurück sind, benennt die App die Datei auf dem Gerät um. Dauerhaft gespeichert werden die Belege nicht. Der Starter-Plan ist kostenlos, umfasst 50 Dokumente im Monat und braucht keine Anmeldung, was für viele Einzelunternehmer ausreicht.

Häufige Fragen

Für viele Solo-Selbstständige ja, weil monatlich eher zwanzig bis vierzig Belege zusammenkommen. Wer Hardware, Reisen und viele Abonnements abrechnet, liegt darüber. Dann gibt es den Business-Plan mit 500 Dokumenten für 30 Euro monatlich oder den Custom-Plan mit eigenen API-Schlüsseln für 5 Euro.

Ja, Filery ist eine Desktop-App für macOS und Windows. Das Namensmuster und die Einstellungen gelten pro Installation, sodass Sie auf einem zweiten Rechner dasselbe Muster einmal nachtragen müssen. Die Erkennung selbst verhält sich auf beiden Systemen gleich.

Absender, Datum und Belegart werden unabhängig von der Währung erkannt, auch bei englischsprachigen Rechnungen. Der Betrag selbst gehört ohnehin selten in den Dateinamen, weil er bei Gutschriften und Teilzahlungen schnell missverständlich wird.

Die müssen zuerst durch den Scanner oder die Scan-Funktion des Telefons. Fehlt dem Scan die Textebene, schalten Sie die OCR zu. Bei Thermopapier-Bons bleibt die Erkennung unsicher, deshalb prüfen Sie den Vorschlag vor der Umbenennung.

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