Warum gewachsene Archive irgendwann kippen
Jedes Jahr wurde nach der Logik abgelegt, die damals einleuchtete. 2014 nach Lebensbereich, 2018 nach Jahr, seit dem letzten Rechnerwechsel gar nicht mehr. Dazu kommen Sammelordner, die bei einer Migration entstanden sind und nie wieder aufgelöst wurden. Das Ergebnis ist kein Chaos im Sinne von Unordnung, sondern ein Nebeneinander mehrerer Ordnungen — und genau das macht die Suche unmöglich, weil Sie erst raten müssen, nach welcher Logik ein Dokument damals abgelegt wurde.
Erst klären, was überhaupt bleiben muss
Bevor Sie umbenennen, trennen Sie drei Gruppen. Erstens: Unterlagen mit Aufbewahrungspflicht oder praktischem Nutzen über Jahre — Steuerunterlagen, Verträge, Versicherungspolicen, Handwerkerrechnungen wegen der Gewährleistung, Unterlagen zur Immobilie. Zweitens: Dokumente, die erledigt sind und deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Drittens: Material, das nie hätte archiviert werden müssen. Die dritte Gruppe löschen Sie, die zweite prüfen Sie im Zweifel mit Ihrem Steuerberater. Was danach übrig bleibt, ist der Bestand, der die Mühe wert ist.
Ordnerstruktur oder Dateiname?
Die klassische Entscheidung: tiefe Ordnerbäume oder flache Ablage mit sprechenden Namen. Für den Dateinamen spricht ein praktisches Argument — er reist mit der Datei. Beim Umzug in einen anderen Cloud-Dienst, beim Import in ein Dokumentenmanagementsystem, beim Versand per Mail bleibt der Name erhalten, während die Ordnerstruktur verlorengeht oder sich ändert. Eine gemischte Lösung ist meist am haltbarsten: wenige flache Ordner nach Lebensbereich, und die eigentliche Information im Dateinamen mit vorangestelltem Datum.
Alte Scans haben oft keine Textebene
Je älter der Bestand, desto höher der Anteil reiner Bild-PDFs. Geräte aus der Zeit vor etwa 2010 haben oft gar keine Texterkennung mitgebracht, und viele Nutzer haben die Einstellung nie aktiviert. In diesen Dateien findet die Volltextsuche nichts, und ein inhaltsbasiertes Werkzeug kann zunächst nichts auswerten. Filery hat dafür eine zuschaltbare OCR. Prüfen Sie den Anteil solcher Dateien an einer Stichprobe, bevor Sie den Zeitbedarf für den gesamten Bestand schätzen.
Wie sich ein Altbestand abarbeiten lässt
Legen Sie zuerst eine Kopie an, dann das Namensmuster fest, etwa Datum_Absender_Typ mit Datum in ISO-Form. Beginnen Sie mit dem Ordner, in dem Sie tatsächlich am häufigsten suchen, nicht mit dem ältesten. Filery liest die PDFs aus, erkennt Absender, Belegdatum, Dokumenttyp und Betreff und zeigt jeden Vorschlag neben dem alten Namen. Rechnen Sie mit mehreren Etappen: Der Starter-Plan deckt 50 Dokumente pro Monat ab, Business 500. Umbenannte Dateien stehen anschließend in der Historie der App.
Sensible Altunterlagen
In alten Archiven liegen Dinge, die man nicht beiläufig durch einen Dienst schickt: Arztbriefe, Gutachten, Unterlagen aus einer Scheidung, Gehaltsabrechnungen. Sortieren Sie diese vorher aus und benennen Sie sie von Hand. Für alles andere gilt: Filery liest das PDF auf Ihrem Rechner aus und überträgt den Inhalt verschlüsselt zur KI-Analyse, zurück kommen die erkannten Metadaten, das Umbenennen läuft wieder auf Ihrem Gerät, und die Dateien selbst werden nicht dauerhaft gespeichert. Wer den eigenen Anbieterzugang bevorzugt, nutzt den Custom-Plan mit eigenen API-Schlüsseln.
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